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Kirche auf der Bundesgartenschau 2011

August

28. August

Ökumenischer Gottesdienst bei Tag der Region Mittelrhein

Mit einem ökumenischen Gottesdienst auf der Sparkassenbühne in der Festung Ehrenbreitstein ist am 28. August der „Tag der Region Mittelrhein“ eröffnet worden. Zelebranten waren Weihbischof Robert Brahm (Trier) und Oberkirchenrätin Barbara Rudolph (Düsseldorf).

Weihbischof Brahm dankte in seiner Begrüßung allen, die sich seit dem Entstehen der Initiative „Region Mittelrhein“ vor zehn Jahren engagieren. Er selbst empfinde diese Feier als „Heimspiel“, gehöre doch sein Heimatort Oberwesel auch zur Region. „Doch was nutzt das Heimspiel, wenn ich meine Freude nicht mit anderen teile?“, fragte der Weihbischof. Deshalb sei es „ein großes Glück, dass wir heute hier sind und Gott danken für dieses schöne Fleckchen Erde, für dieses Stück von Gottes Garten“.

Oberkirchenrätin Rudolph griff in ihrer Ansprache das Bild von Gott als „mein Fels, meine Burg, mein Erretter“ auf und sagte, Felsen und Burgen hätten die Region Mittelrhein geprägt. In guten Zeiten weckten Felsen und Burgen romantische Gefühle, in sicheren Zeiten gewährten sie Schutz. „Wer auf den Herrn vertraut, kann gelassen sein“, ermutigte Rudolph die Gottesdienstbesucher. Wer Gott als Fels verstehe, habe ein Fundament und könne offen sein für Neues und Unbekanntes. „Wer weiß, dass Gott seine Burg ist, braucht sich nicht zu verschanzen, der hat einen größeren und weiteren Horizont. Dem ist es möglich, das pralle Leben zu entdecken“, erklärte Rudolph. Und schließlich, „wenn die eigenen Sicherheiten nicht mehr tragen“, sei der Herr der Erretter: „Er ist da und gibt mir Halt.“ Schon David habe, lange bevor er ein mächtiger König wurde, Gott als Begleiter auf einer schutzlosen Flucht erlebt: „So ist dieser Gott: Auch wenn wir nicht damit rechnen, lässt er uns nie allein und umgibt uns mit seiner schützenden Hand.“ In Zeiten des Umbruchs bleibe Gott der Zuverlässige, sagte Rudolph: „Weil Gott der Fels ist, kann ich offen und wandelbar sein.“ „Felsenfest wandelweise“ ist auch das Leitwort des ökumenischen Projektes „Kirche auf der BUGA 2011“, das den Gottesdienst ausgerichtet hatte. Auch die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes war eine ökumenische Aktion: Von katholischer Seite waren Kirchenchöre aus dem Dekanat St. Goar unter der Leitung von Andreas Unger dabei, auf evangelischer Seite CON SPIRITO, das Auswahlensemble im rheinischen Posaunenwerk unter Leitung von Jörg Heusler. Der „Tag der Region Mittelrhein“ ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung, bei der die Initiative (www.region-mittelrhein.info) sich präsentiert.


25. August

Vernissage der Ausstellung „Licht“ von Eberhard Münch

„Licht.“ Eine Ausstellung mit Aquarellen des Wiesbadener Künstlers Eberhard Münch ist am 26. August mit einer Vernissage eröffnet worden. Bis zum 18. September sind die Werke, die sich durch das Spiel mit Licht in Farben und Formen auszeichnen, in der Festungskirche des ökumenischen Projektes „Kirche auf der BUGA“ in Koblenz zu sehen. Die Laudatio hielt der „Kirche auf der BUGA“-Projektleiter Pfarrer Sven Dreiser.

Der Künstler Eberhard Münch mit Besuchern der Vernissage

„Alles Leben ist auf das Licht angewiesen“, sagte Dreiser. „Ohne Licht geht das Leben verloren.“ Nicht nur in der Natur, sondern auch im christlichen Glauben spiele das Licht eine wichtige Rolle. Es stehe am Anfang der Schöpfungsgeschichte. Und auch Jesus bezeichnete sich dem Evangelium nach als das Licht der Welt. „Das Licht in den Bildern von Münch ist eine Einladung zum Glauben“, sagte Dreiser weiter. Die Bilder, in denen, so Dreiser, immer „ein Hauch des Kreuzes zu sehen ist“, seien eine Einladung, „dem Leben mehr zu trauen, als dem Tod.“

Einige der Werke der Ausstellung in der Festungskirche hat Eberhard Münch nur für diesen Anlass geschaffen. Entstanden sind sie alle in seinem Atelier, in das Münch sich zurückzieht, „um mit Gott zu sein“. Die Aquarelle sollen bei den Betrachtern tiefere Eindrücke hinterlassen: „Ich möchte ihnen Impulse geben, mit Farbe“, sagte Münch. Bei der 54-jährigen Angelika Essig aus Koblenz scheint dies gelungen. Sie ist begeistert von der Ausstellung: „Die Bilder strahlen einen an. Sie beleben.“ Auch Schwester Edeltraud Petzke (68) ist von den Formen und Farben angetan: „Mich spricht das Struktierte der Bilder und die Helligkeit an. Sie drücken Hoffnung aus.“

Münch wurde 1959 in Mainz geboren. Er studierte unter anderem an der Kunsthochschule Wiesbaden und der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Zu seinen Arbeiten zählen die Gestaltung von Kirchenfenstern für die Chinese Methodist Church in Hongkong sowie die Komplettgestaltung der katholischen Pfarrkirche Rhauen.


23. August

Ökumenischer Kindererlebnistag der Kirche auf der BUGA

Rund 850 Kinder sind am 23. August zum Ökumenischen Kindererlebnistag der „Kirche auf der BUGA“ auf die Bundesgartenschau nach Koblenz gekommen. Der Tag stand unter dem Motto „Du hast uns deine Welt geschenkt“. Eingeladen waren Kinder und Betreuer aus 46 katholischen und evangelischen Kindertageseinrichtungen von Koblenz und Umgebung. Auf dem Programm standen Workshops, ein Clown, aber auch spielerisches Bibel-Entdecken. Den Abschluss bildete ein ökumenischer Gottesdienst vor der Sparkassenbühne auf der Festung Ehrenbreitstein.

Nach der Begrüßung durch die „Kirche auf der BUGA“-Projektleiter Kalle Grundmann und Sven Dreiser erkundeten die Drei- bis Sechsjährigen das Gelände rund um die Festung Ehrenbreitstein. Auf der Sparkassenbühne unterhielt Zopp der Clown – alias Christof Heiner aus Koblenz – die Kinder mit akrobatischen Einlagen. Die von einigen der Einrichtungen organisierten Workshops luden zu einer abwechslungsreichen Entdeckungstour ein. So erkundeten die Kinder zum Beispiel den „Barfußpfad“ und erspürten Kork, Holzspäne, Steine oder Wasser mit ihren nackten Füßen – die Mutigen sogar mit verbundenen Augen. Bei den Experimenten mit Wasser konnte man ein gefülltes Glas umdrehen, ohne dass die Flüssigkeit herauslief. Gemalt wurde die „Längste Blumenwiese“ und beim Schminken konnte Lukas (5) seinem Freund David (5) aus der katholischen Kita St. Nikolaus Arenberg einen wichtigen Tipp geben: „Nicht pink oder lila!“ Das passe seiner Ansicht nach überhaupt nicht zum gewünschten Spiderman-Motiv im Gesicht. Ruhiger ging es zu im Nebenraum über der Festungskirche Ehrenbreitstein. Kinder in kleinen Gruppen lernten dort mit spielerischen und meditativen Elementen die biblische Geschichte vom Zöllner Zachäus kennen.

„Ein voller Erfolg“, fasste Kalle Grundmann den Ökumenischen Kindererlebnistag zusammen. „Die Kinder haben einen richtig glücklichen Eindruck gemacht.“


16. August

Finissage der Schüler-Ausstellung „Adam + Eva“

Rund fünf Wochen lang hat die 18-jährige Alexandra Sborowski gehämmert, gemeißelt, geschliffen und gemalt. Ihr fertiges Relief zeigt eine Hand, die einen Apfel hält – umzingelt von einer Schlange, umrahmt von einem Pflanzenbogen. In der Ausstellung „Adam + Eva“ in der Basilika St. Kastor in Koblenz präsentierten Schülerinnen und Schüler des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz künstlerisch ihre Vorstellungen vom Paradies. Mit einer Finissage am 16. August wurden dort noch einmal die Werke gewürdigt, die einen Monat lang ausgestellt waren.

Rund fünf Wochen lang hat die 18-jährige Alexandra Sborowski gehämmert, gemeißelt, geschliffen und gemalt. Ihr fertiges Relief zeigt eine Hand, die einen Apfel hält – umzingelt von einer Schlange, umrahmt von einem Pflanzenbogen. In der Ausstellung „Adam + Eva“ in der Basilika St. Kastor in Koblenz präsentierten Schülerinnen und Schüler des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz künstlerisch ihre Vorstellungen vom Paradies. Mit einer Finissage am 16. August wurden dort noch einmal die Werke gewürdigt, die einen Monat lang ausgestellt waren.
 
Eines der Werke: Eine mit Acrylfarben bemalte Leinwand. Sie zeigt eine Wiese mit einem blühenden Baum. Darunter: ein Mann und eine Frau. Auf den ersten Blick eine Darstellung des biblischen Paradiesgartens. Bei genauerem Hinsehen lässt sich erkennen, dass es sich um eine Collage handelt. Der Mann und die Frau sind aufgeklebte Bilder von Filmstars. Im Baum blühen nicht Äpfel, sondern Mobiltelefone. „Ich wollte die Paradiesgeschichte auf die heutige Zeit beziehen und die Oberflächlichkeit der Gesellschaft zeigen“, erklärt der 17-jährige Florian Trefzer. Er hat gerne an dem Projekt gearbeitet: „Es war toll, dass wir kreativ unsere eigenen Gedanken zum Paradies verwirklichen konnten.“
 
„Die kritische Auseinandersetzung mit der Paradiesidee hat uns gereizt, an dem Projekt mitzumachen“, erklärt Kunstlehrerin Susanne Reese, die die Ausstellung mitorganisiert hatte. „Und es sind wirklich tolle Kunstwerke dabei rausgekommen.“ Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen setzten ihre Vorstellungen um. Ausgewählte Arbeiten ab der 10. Jahrgangsstufe waren dann in der Ausstellung zu sehen. Von Collagen über Bildhauerei, gemalten Bildern bis zu Fotografien bedienten sich die jungen Künstler dabei aller darstellenden Methoden.
 
Auch Alexandra Sborowski hat die Arbeit an ihrem Paradies-Relief Freude gemacht. Und sie hofft, diese auch an die Besucher der Ausstellung weiter gegeben zu haben: „Ich hoffe, dass die Leute sich die Schönheit der Natur bewusst machen, und diese auch im Alltag genießen.“
 
„Adam + Eva“ war Teil des Schülerprojekts „Ab ins Paradies…“ der „Kirche auf der BUGA 2011“. Dabei zeigen Schulen aus Koblenz und Umgebung in wechselnden Ausstellungen ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Paradiesbilder.


11. August
Telefonseelsorge präsentiert sich bei "KircheKunstKutlur am Donnerstag" 

Sie haben ein offenes Ohr, rund um die Uhr. Auch nachts. Unter dem Titel „Nachtgesicht der Kirche“ hat die Ökumenische Telefonseelsorge Mittelrhein am 12. August  im Rahmen der Reihe „KircheKunstKultur am Donnerstagabend“ der Kirche auf der BUGA in der Festungskirche im Koblenz auf ihre Arbeit aufmerksam gemacht – mit Improvisationstheater und Gedichten. „Die Nacht strahlt eine besondere Ruhe aus“, sagt Ellen Simon, hauptamtliche Mitarbeiterin der Telefonseelsorge. „Die Gespräche müssen in der Nacht nicht länger sein. Aber sie vermittelt das Gefühl von mehr Zeit.“

Die Telefonseelsorge Mittelrhein präsentiert sich auf der BUGA

80 Ehrenamtliche arbeiten in der Telefonseelsorge Mittelrhein, alle anonym. „Der Abend soll auch deren Leistung würdigen“, erklärt Simon. Da die Ehrenamtlichen wegen der Anonymität nicht selbst auftreten könnten, hätten sie sich für die Gestaltung durch ein Improvisationstheater, der Gruppe Inflagranti aus Neuwied, entschieden. Fast sechs Monate haben die beiden Hauptamtlichen Ellen Simon und Ulrich Heinen zusammen mit Eva Liedtke vom Verein Telefonseelsorge Mittelrhein die Veranstaltung vorbereitet. „Es war uns einfach wichtig, uns auch bei der Kirche auf der BUGA zu präsentieren“, erklärt Liedtke. Und das Ambiete der Festungskirche hätte auch zu einem Gelingen der Aufführung beigetragen. Dieser Meinung ist auch Heinen: „Die Schlichtheit und Klarheit der Festungskirche entspricht unserer Arbeit.“ Bei der Gesprächssituation am Telefon würden Äußerlichkeiten auch keine Rolle spielen, sagt Heinen.
 
Rund 30.000 Anrufe erhielt die Telefonseeslorge Mittelrhein im vergangenen Jahr. Daraus ergaben sich fast 13.000 Beratungs- und Seelsorgegespräche. Die ökumenische Einrichtung steht mit ihrem Angebot allen Rat Suchenden offen – unabhänig von Alter, Geschlecht, Nationalität oder Konfession. Anrufende erreichen die Telefonseesorge Mittelrhein über die bundeseinheitlichen Rufnummern 0800-1110111 und 0800-1110222 sowie über die vorwahllose 116123.
 
„Kirche auf der BUGA 2011“ ist ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Bistums Trier. Das komplette Programm ist im Internet unter www.kirche-buga2011.de zu finden. Informationen gibt es auch in der Geschäftsstelle des ökumenischen Kirchenprojektes, Tel.: 0261-97349124, E-Mail info@kirche-buga2011.de


5. August 2011
Kirche auf der BUGA zeigt Bilder zur biblischen Verklärungsgeschichte

Unter dem Titel „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen“ werden in der Festungskirche Ehrenbreitstein bis zum 21. August Bilder der Koblenzer Künstlerin und Dozentin Marie-Luise Reis zur biblischen Verklärungsgeschichte gezeigt. Die siebte Ausstellung von „Kirche auf der BUGA 2011“ ist mit einer Vernissage am 4. August eröffnet worden.

Marie-Luise Reis betrachtet mit Laudator Johannes Stein zwei ihrer Werke

Pfarrer Sven Dreiser, evangelischer Projektleiter bei „Kirche auf der BUGA“ wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass der Tag der Vernissage nicht nur der Tag sei, an dem die BUGA das Ziel von zwei Millionen Besuchern erreicht habe, sondern auch der Vor-Vorabend des Festes der „Verklärung des Herrn“ (6. August), das von mehreren christlichen Kirchen gefeiert wird. Bei diesem Fest wird an die Verklärungsszene auf dem Berg Tabor erinnert, bei der die Apostel Petrus, Jakobus und Johannes die zukünftige Herrlichkeit des auferstandenen Jesus Christus schauen. Marie-Luise Reis habe „ein theologisches Thema und eine biblische Geschichte ins Bild gebracht“, sagte Dreiser. Dabei habe sie keinen offensichtlich theologischen Zugang gewählt, sondern die Menschen abgebildet, die bei der Szene dabei gewesen seien. Reis nehme den Betrachter über die Emotionen der abgebildeten Personen mit in die Geschichte.

Der Koblenzer Hochschulpfarrer Johannes Stein würdigte Reis, die am Institut für katholische Theologie der Universität Koblenz-Landau Religionspädagogik und Bibeldidaktik lehrt, als „Grenzgängerin, die interdisziplinär arbeitet“. Dies erkläre sich unter anderem aus ihrer breiten Ausbildung: Reis hat Katholische Theologie, Kunsterziehung, Germanistik, Philosophie und freie Bildhauerei studiert. Sie selbst sehe ihre Bilder als Predigt, erklärte Stein. Und wie eine gute Predigt einen Bogen schlage zwischen dem biblischen Text und der Gegenwart, so seien Reis’ Werke eine Predigt mit Farben und Strukturen, verbunden mit dem Raum, in dem die Bilder hängen, und mit den Menschen, die davor stehen. „Sie möchte den biblischen Text für uns fruchtbar machen“, betonte der Hochschulpfarrer. Jesus, die Propheten Elija und Mose und die drei Jünger seien auf allen Bilder zu sehen, stets angeordnet wie ein Berg oder Pyramide. So seien fünf Mal sechs Bilder in der Ausstellung zu sehen, außerdem ein Triptychon (dreigeteiltes Gemälde). „Die Bilder stehen im Dialog mit den abendländischen Traditionen“, erläuterte Stein. So hielten etwa die Apostel als Zeichen ihrer Verwirrung und Angst die Hände vor das Gesicht. Er wies auch auf das Leitfarbensystem hin: Reis verwendet für Apostel Grün- und Blautöne, für Mose und Elija Rot, für Jesus Gelb oder Gold. Dass das gleiche Motiv in unterschiedlichen Varianten zu sehen sei, begründete Stein mit dem Hinweis, dass das Geheimnis Gottes und die Existenz der Menschen eben nicht mit einem Bild allein fassbar sei. Jede Zeit und jede Epoche fordere dazu heraus, das Evangelium neu zu interpretieren. Reis’ Werke wiesen darauf hin, dass jeder Mensch seinen eigenen Berg zu besteigen und auch wieder herabzusteigen habe. „Passion und Tod gehören dazu, sind aber nicht das letzte“, sagte Stein. Die Auferstehung sei als Verwandlung zu begreifen, auch dies wollten die Bilder ausdrücken. Stein wünschte den Besuchern der Ausstellung, dass sie „einen Blick haben für die Verwandlung, dass es Ihnen gelingt zu erspüren, was den Jüngern passiert ist, dieses Getroffen-Sein, und dass Sie gestärkt werden“. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Katharina Wimmer (Violine) und Mareike Schünemann (Cello).


2. August 2011
Gottesdienstreihe zur Vorbereitung auf die Heilig-Rock-Wallfahrt beendet

Im Jahr der geistlichen Vorbereitung auf die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 in Trier hat das ökumenische Projekt „Kirche auf der BUGA 2011“ am 31. Juli zum ökumenischen Gottesdienst in die Festungskirche Ehrenbreitstein eingeladen. Katholische und evangelische Christen sind eingeladen, sich gemeinsam auf den Weg zu diesem Fest des Glaubens im nächsten Jahr zu machen. Der Gottesdienst wurde von Oberkirchenrätin Barbara Rudolph (Düsseldorf) und Domkapitular Reinhold Bohlen (Trier) geleitet. Musikalisch gestaltete der Chor „Familian Harmonists“ aus Urbar unter der Leitung von Florian Strub die Feier.

Vlnr: Sven Dreiser, Kalle Grundmann, Barbara Rudolph, Reinhold Bohlen

„Hoffnung wagen“ lautete das Thema des Tages. Dabei stand die Geschichte der Emmaus-Jünger im Zentrum, die den Weg des Glaubens skizzieren sollte, zu dem alle eingeladen seien, um Jesus zu erkennen und von ihm, der die Hoffnung ist, Zeugnis zu geben. „Grün ist die Farbe der Hoffnung“, sagte Oberkirchenrätin Rudolph. „Grün ist dabei aber auch die Farbe des Lebens, des Wachstums und des Glaubens.“ Gerade nach den vergangenen verregneten Wochen wirke nun alles grüner und frischer. Grün sei die Farbe der noch Unfertigen und Unvollkommenen. Wenn Jesus sagt „Lasst die Kinder zu mir kommen“, gebe er Kranken und Behinderten neue Zuversicht. „Gott schenkt immer wieder neue Hoffnung, wo nach menschlichem Empfinden keine Hoffnung ist – oftmals mitten in der Traurigkeit. Er lässt nicht los, er geht mit und macht sich mit auf den Weg“ – das gelte für jeden Einzelnen und für die Kirche, die miteinander betet. „Auf dem gemeinsamen ökumenischen Weg sind wir noch lange nicht am Ziel, aber Gottes Hoffnung ist größer als wir es uns vorstellen können“, betonte Rudolph.

Domkapitular Bohlen lud die versammelte Gemeinde ein aufzubrechen und sich wie die Emmausjünger, die zunächst voller Enttäuschung und Ratlosigkeit gewesen seien, auf den Weg zu machen. „Unser Lebensweg braucht ein Ziel“, sagte Bohlen. Er erklärte im Anschluss an den Gottesdienst, er sei erfreut, wie viele Menschen das Vorbereitungsjahr mobilisiere. So gebe es auch vielfältige Anregungen vor Ort und aus den Gemeinden. Die große Beteiligung am ökumenischen Gottesdienst auf der Bundesgartenschau gebe Mut und Zuversicht und zeige, dass man mit den laufenden Vorbereitungen auf dem richtigen Weg sei, um sich gemeinsam auf den Weg zu Jesus zu machen.

Mit dem ökumenischen Gottesdienst endete eine vierteilige Gottesdienstreihe im Jahr der geistlichen Vorbereitung auf die Heilig-Rock-Wallfahrt, zu der „Kirche auf der BUGA 2011“ im Juli eingeladen hatte.