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Kirche auf der Bundesgartenschau 2011

Juni

21. Juni 2011

„Ab ins Paradies“ zeigt Arbeiten von Lahnsteiner Realschülern

Mit der Ausstellung „…Das Paradies liegt direkt hinter unserm Gartenteich“ geht die Veranstaltungsreihe „Ab ins Paradies“ des ökumenischen Projektes „Kirche auf der BUGA 2011“ in der Basilika St. Kastor weiter. Mädchen und Jungen einer fünften Klasse der Realschule Lahnstein zeigen bis 12. Juli dort ihre Vorstellung vom Paradies.

Besucherinnen in der Kastor-Kirche betrachten die Bilder, die die Realschüler aus Lahnstein zu ihren Paradies-Vorstellungen gestaltet haben

Die evangelische Religionslehrerin Jutta Mannebach hat das Thema in ihrem Unterricht aufgegriffen: „Das Thema Paradies hat die Kinder sehr interessiert, denn es ist plastisch. Sie können es sich gut vorstellen.“ Rund zwei Monate haben sich die Fünftklässler im Religionsunterricht damit beschäftigt. Zunächst hätten sie sich mit der Bibelerzählung zum Paradies befasst, berichten die Schülerinnen und Schüler. Bei der Vernissage am 20. Juni führen sie sogar ein fiktives Interview mit Nachfahren von Adam und Eva über die Vertreibung aus dem Paradies. Herausgekommen sind Collagen und Gemälde, in denen die Kinder ausdrücken, was für sie das Paradies bedeutet. Oft sind Tiere und Blumen oder Bilder aus der Natur zu sehen. Aber auch „Zum Beispiel Gott“ neben „zum Beispiel Ich“. In einem Text zur Ausstellung ist zu lesen, dass das Paradies oft nicht nur ein Ort oder Platz sein könne, sondern sich in Kontakten zeigen, in einem schönen Urlaub oder eben in der Natur. Die zwölfjährige Sina hat zusammen mit Freundin Kim viele verschiedene Tierarten abgebildet: „Ohne Tiere könnten wir nicht leben, sie ernähren uns Menschen, oder sie helfen uns bei der Arbeit auf dem Feld.“

Kalle Grundmann, Projektleiter bei „Kirche auf der BUGA 2011“, freut sich über die rege Beteiligung von Schulen aus Koblenz und Umgebung an der Ausstellungsreihe: „Neben der Basilika liegt das Paradiesgärtlein. Da wollten wir das Thema nicht nur ‚gärtnerisch’ verarbeiten, sondern auch fragen: Was verbinden junge Leute mit dem Thema Paradies?“ Damit verbunden sei dann die Frage, wie viel Paradies heute auf der Erde möglich sei.


20. Juni 2011

Kirche auf der BUGA zeigt Ausstellung von Andreas Thein

„Sakrale Räume“ ist die neue Ausstellung des ökumenischen Projektes „Kirche auf der BUGA 2011“ in der Festungskirche Ehrenbreitstein überschrieben. Die Ausstellung zeigt bis zum 29. Juni 20 Arbeiten aus einem Zyklus von Andreas Thein, einem 1969 in Kassel geborenen und heute in Düsseldorf lebenden Fotokünstler.

Andreas Thein führt Besucherinnen durch seine Ausstellung

Thein hat für diesen Zyklus ausschließlich leere Räume fotografiert. „Ein Raum beschreibt viel über Menschen“, erklärt Thein bei der Vernissage am 16. Juni. Das wisse er spätestens nach seiner Arbeit „Eigenheim“, für die er sich über Monate in einer fremden Wohnung eingenistet  und Zimmer, Schränke, Schubladen und sogar den Inhalt von Schachteln fixiert habe. Sein Vorgehen ist vergleichbar mit dem Prinzip der Babuschkas, den Puppen in der Puppe: auch die winzigste Figur erklärt sich. Was aber erklären Theins „sakrale Räume“, die keine Innenaufnahmen von Kirchenräumen sind, sondern Einblicke ins verborgene Innerste? Kann man Heiligkeit sehen? Diese Frage trieb den Fotokünstler nicht nur während der zwei Jahre um, in denen er am Projekt der sakralen Räume arbeitete. Viel habe er bei seinen oft nächtlichen Schöpfungsakten durch das Objektiv der Planfilmkamera und in makelloser Ausleuchtung durch Kunstlicht „wiederentdeckt“, sagt der ehemalige Messdiener.

Da fordert plötzlich ein leerer Tabernakel die ganze Achtsamkeit, lässt das Innenleben eines leeren Messkoffers ganz genau hinschauen. Welche Sprache spricht die Nahaufnahme der Altarplatte, welche Geschichten könnten die im Sakristeischrank aufgehängten Kutten erzählen? Und wozu dienten die feinsäuberlich in einem Karton verpackten Heiligenfiguren, als sie noch nicht in Seidenpapier gewickelt waren? Thein spürte bei seiner intensiven Erforschung sakraler Räume auch bisher Unentdecktes auf. Bei der Motivsuche in einer hessischen Dorfkirche habe ihn eine steinerne Bodenplatte hinter dem Altar neugierig gemacht, die ihn und den Pfarrer hinab in einen vielleicht seit dem Mittelalter nicht mehr betretenen Raum und direkt zu einer spinnenumwobenen Bibelkiste samt Inhalt geführt habe. Dieses einzigartige Zeugnis samt der alten handschriftlichen Aufzeichnungen ist eines der Bilder in der Ehrenbreitsteiner Ausstellung. Alle Fotografien Theins sind nach diesem 1:1-Prinzip gemacht; immer ist seine Kamera im rechten Winkel auf das Objekt gerichtet. Somit bilden die Objektivgrenzen gleichzeitig auch den Bilderrahmen.
                                            
Pfarrer Sven Dreiser, Projektleiter von „Kirche auf der BUGA“ sagte, Thein lade zu einem „unaufgeregten Blick ins Innerste sakraler Räume“ ein. Laudator Thomas Schirmböck (Mannheim) betonte, der Künstler öffne die Augen für die Seele der Dinge, lasse im Kleinen das Große und Ganze sehen. Thein stehe auch für ein Wesentliches an der Kirche, nämlich dafür, dass sich Sakrales und Profanes durchdringen, meinte Pastoralreferent Kalle Grundmann, ebenfalls Projektleiter von „Kirche auf der BUGA“. Musikalisch gestaltet wurde die Vernissage durch sphärische Psalm-Interpretationen von Marcus Jungglas (Saxophon) und Tobias Jacobs (Flügelhorn).


15. Juni 2011

Tag der Ökumene bei der „Kirche auf der BUGA“

Unter dem Motto „Der Geist verwandelt“ hat am Pfingstmontag, 13. Juni, bei der „Kirche auf der BUGA“ alles im Zeichen der Ökumene gestanden. Gemeinsam gestalteten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Koblenz einen ökumenischen Gottesdienst in der St. Kastor-Basilika sowie ein buntes Nachmittagsprogramm auf dem BUGA-Gelände. „Gerade in der BUGA kann die Schönheit der Schöpfung auch deutlich werden“, sagte der katholische Pfarrer Helmut Kusche von der Pfarreiengemeinschaft Herz Jesu, Liebfrauen und St. Kastor in Koblenz in seiner Predigt. Die Menschen seien aufgerufen, durch den Geist Gottes das Paradies zu erhalten und nachhaltig mit der Natur umzugehen. „Dazu brauchen wir immer wieder die Wucht und das Feuer des Geistes Gottes.“

Rund ein Jahr bereiteten sich die Mitglieder der ACK Koblenz auf den „Tag der Ökumene“ auf der BUGA vor. Neben der Gestaltung des Gottesdienstes gehörte dazu auch die Planung des vielfältigen Programms, das von Chören über Rap zu Pantomime reichte. „Es ist eine einmalige Chance für uns als Christen in Koblenz auf der BUGA und in der Kastorkirche zu zeigen: Wir christliche Gemeinden sind füreinander und auch für die Stadt da“, sagte der Vorsitzende der ACK Koblenz, Tillmann Böhme von der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Lützel.

Die ACK Koblenz wurde 2009 gegründet und setzt sich derzeit aus neun Mitgliedskirchen und -gemeinden zusammen. Neben den fünf freikirchlichen Gemeinden in Koblenz - den Baptisten, der evangelischen Stadtmission, dem Christuszentrum, der Freien Evangelischen Gemeinde und der Assemblée Èvangelique - gehören ihr die rumänisch-orthodoxe Gemeinde an sowie mehrere Gemeinden in Koblenz, die der evangelischen und katholischen Kirche zugehörig sind. Gastmitglied ist die russisch-orthodoxe Gemeinde.


12. Juni 2011                                                                                                                

ARD-Fernsehgottesdienst live von der Bundesgartenschau

Der evangelische Pfingstgottesdienst in der ARD kam in diesem Jahr live von der Bundesgartenschau in Koblenz. Pfarrer Sven Dreiser (Kirche auf der Buga 2011) und Mitwirkende aus vier verschiedenen Nationen feierten diesen Gottesdienst unter dem Leitwort "Dann wird die Wüste zum Garten". Biblische Grundlage waren dabei Verheißungen des Propheten Jesaja. Familie Tshilolo, Ase Birkenheier, Joung Ja Maskow und Werner Ollig stellten jeweils eine landestypische Pflanze vor. Die Gartenexpertin Heike Boomgaarden und Pfarrer Sven Dreiser betonten in ihrer gemeinsamen Predigt, dass Vielfalt Leben bedeutet. Und dass der Heilige Geist den Menschen die Kraft und Motivation schenkt, sich für die Bewahrung der Schöpfung, für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.

Am Schluss wünschten die Mitwirkenden in verschiedenen Sprachen allen Mitfeiernden ein frohes und gesegnetes Pfingstfest.

Musikalisch wurde der Gottesdienst gestaltet von Christoph Spengler und seiner Band aus Remscheid.   


8. Juni 2011

Ausstellung: Kunstprojekte von Schülern bei Kirche auf der BUGA

Etwas Draht und Pappe, dazu eine Holz-Gips-Masse und Farbe. Das Ergebnis: das Paradies. Zumindest sehen die Schülerinnen und Schüler der Carmen-Sylva-Realschule plus aus Neuwied dies in ihrem Kunstobjekt. Gemeinsam mit Werken von Schülerinnen und Schüler des Koblenzer Gymnasiums auf dem Asterstein ist ihr Objekt derzeit in der Basilika St. Kastor in Koblenz zu sehen. Sie sind Teil des Schülerprojekts „Ab ins Paradies“ der „Kirche auf der BUGA 2011“. Bis zum Ende der Gartenschau zeigen dort Schulklassen aus Koblenz und Umgebung in wechselnden Ausstellungen ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Paradiesbilder. Die aktuellen Objekte sind bis zum 17. Juni zu sehen.

Die Kunstklasse der Realschule plus mit "Paradiesseits"

„Ich finde es gut, dass jeder seine eigenen Ideen einbringen konnte, was für ihn oder sie das Paradies bedeutet. Und es gefällt mir, unser Ergebnis in dem Kunstobjekt anderen mitteilen zu können“, sagt die 16-jährige Svenja von der Carmen-Sylva-Realschule plus. Das Gemeinschaftswerk ihrer Kunstklasse heißt „Paradiesseits“. Es basiert auf einer blauen Kugel, die die Erde darstellen soll. „Sie symbolisiert, dass die Welt nicht geordnet ist. Jeder sieht die Welt anders“, erklärt die 16-jährige Dominique. Auf der Kugel befindet sich ein Auge, auf dessen Rückseite sind Begriffe zu lesen wie „Freiheit“, „Freundschaft“, oder „Liebe“. „Das gehört alles für uns zum Paradies dazu“, erklärt Svenja. Neben dem Kunstobjekt liegt ein Buch aus. Darin sollen Besucher niederschreiben, inwieweit sie ihre Vorstellung vom Paradies in dem Kunstobjekt wiederfinden.

Gegenüber präsentieren Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf dem Asterstein ihre Werke. In kleinen Gruppen setzten sie im Religionsunterricht eigene Schwerpunkte für ihre Arbeiten rund ums Thema „Paradies 7.0? Traumgärten im digitalem Zeitalter“. Der 15-jährige Dennis arbeitete an dem Projekt „Megacity 7.0“ – eine Collage, die den Kontrast in modernen Großstädten aufzeigen will. Das Beispiel ist New York. Ein Bild vom reichen Broadway ist etwa dem Bild einer Obdachlosen gegenübergestellt. Zudem stehen moderne Begriffe auf dem Plakat. „Hightech“ ist einer von ihnen. Die 15-jährige Nora widmete sich in ihrem Projekt dem Thema „Buga. Ein Paradies für jedermann.“ Fotos mit kurzen Überschriften sind auf ihrem Plakat. Nora: „Die Buga hat für jeden einen paradiesischen Ort. Vom Skaterpark bist zum Kinderspielplatz“.