Mittags- und Abendgebete
Auch auf einer Gartenschau haben Besucherinnen und Besucher die Sehnsucht nach Momenten der Stille und des Gebetes. Auf ihrem Weg durch die gestaltete Natur begegnen sie auch der Vielfalt und dem Reichtum von Gottes guter Schöpfung. Dabei liegen Lob und Dank, aber auch Klage und Bitte nahe beieinander und bewegen die Menschen.
Die Festungskirche wird als Ort gestaltet, der zum Innehalten und zur Begegnung einlädt. Hier versammeln wir uns von Montag bis Samstag zweimal am Tag zum gemeinsamen Gebet. Wir laden ein, für 15 Minuten den Gang über die BUGA zu unterbrechen und sich Zeit für Stille, Gebet und einen Moment des Nachdenkens zu nehmen.
Wir haben diese Zeiten ganz bewusst als Gebetszeiten gestaltet, wie es der christlichen Tradition entspricht. Dazu gehören auch eine biblische Lesung und wenige Impulssätze für die Stille in der Mitte der Gebetszeit. Es soll ganz bewusst keine Andacht sein, in der die Auslegung eines Bibeltextes im Vordergrund steht. Das bleibt den Gottesdiensten am Sonntag vorbehalten. Wir sind mit vielen anderen aus der ökumenischen Arbeit davon überzeugt, dass das gemeinsame Beten das „Herzstück“ einer hoffnungsvollen Ökumene ist – und deshalb auch unseres gemeinsamen Projektes "Kirche auf der Buga 2011".
Dabei haben wir auch die Anliegen der Welt, in der wir leben, im Blick. Eine Kirche inmitten einer ehemaligen militärischen Festungsanlage mahnt uns auch während der Bundesgartenschau zum Gebet für Frieden und Versöhnung. Dieses Gebet hat ausdrücklich jeden Freitag im Mittagsgebet seinen festen Raum. Aber auch in den persönlichen Anliegen der Besucherinnen und Besucher, die wir tagsüber sammeln und in jedem Abendgebet aufgreifen und zu unserem Gebet machen werden.
Jede Gebetszeit schließt mit dem Segen: Worte der Zuwendung und der Ermutigung, dass Gott den Menschen nahe ist und ihre Wege mitgeht. Die fröhlichen und die traurigen Wege. Die Wege des Zweifels und die Wege des Vertrauens.
